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Fakten & Zahlen
Problemgrösse
1. 7 Mio
Alternde Bevölkerung
In der Schweiz leben rund
1.7 Mio Menschen im Alter von 65+, bis 2055 etwa
2.7 Mio – dann etwa jede vierte Person.
Herausforderung
Sehr grosse und stark wachsende Bevölkerung 65+ mit zunehmend komplexer Medikamentenversorgung.
76,6 %
Multimorbidität
Rund 76,6 % der Menschen über 65 leben mit Multimorbidität
(≥2 chronische Krankheiten).
Herausforderung
Mehrere Krankheiten führen zu komplexen Therapien und mehreren Medikamenten gleichzeitig.
45-64%
Polypharmazie
Etwa 45–64 % der Menschen über 65 nehmen fünf oder mehr Medikamente gleichzeitig (Polypharmazie)..
Herausforderung
Hohe Medikamentenkomplexität erhöht Risiko für Wechselwirkungen, Fehler und Koordinationsprobleme.
Risiken
32'000
Spitaleintritte durch Nebenwirkungen
In der Schweiz führen Medikamenten-Nebenwirkungen jährlich zu rund 32’000 Spitaleintritten.
Herausforderung
Nebenwirkungen und Medikationsprobleme führen zu Hospitalisationen und belasten Patienten sowie das Gesundheitssystem.
55%
Einnahmefehler
Mehr als die Hälfte der älteren Patienten macht Fehler bei der Einnahme von Medikamenten.
Herausforderung
Die korrekte Medikamenteneinnahme scheitert im Alltag häufig an konkreten Handhabungsproblemen (z. B. Tropfen dosieren, Tabletten entnehmen) sowie an der Vielzahl gleichzeitig verordneter Medikamente.
63.5%
Ungeeignete Medikamente im Alter
63.5 % der älteren Patienten haben mindestens ein potenziell ungeeignetes Medikament.
Herausforderung
Viele erhalten Medikamente, die für sie riskant sein können.
Systemursache
67 %
Kommunikation bricht zwischen Spital und Hausarzt
67 % der Spitalärzte informieren Hausärzte, aber nur 7 % bestätigen, diese Informationen zuverlässig zu erhalten.
Herausforderung
Entscheidende Informationen gehen an der Schnittstelle verloren.
60%
Medikationsfehler entstehen genau an Übergängen
Geschätzt 60 % der Medikationsfehler passieren in Übergängen zwischen Versorgungsorten, z. B. Spital, Hausarzt und weitere Betreuung.
Herausforderung
Gerade beim Übergang gehen Informationen verloren oder stimmen nicht überein.
68%
Beipackzettel sind für viele nicht verständlich
68 % der Befragten gaben an, den Beipackzettel nicht vollständig zu verstehen.
Herausforderung
Informationen sind vorhanden – aber nicht nutzbar im Alltag.
Zukunftsdruck
„Die Zahl der über 65-Jährigen steigt bis 2055 um rund 60 %.“
+67 %
Informationen erreichen den Hausarzt nicht zuverlässig
67 % der Spitalärzte geben an, Hausärzte nach einem Spitalaufenthalt zu informieren, während nur 7 % der Hausärzte bestätigen, diese Informationen zuverlässig zu erhalten.
Zukunftsfrage
Wenn bereits heute nur ein Bruchteil der Informationen zuverlässig beim Hausarzt ankommt – wie kann sichergestellt werden, dass diese Informationslücke bei einer stark wachsenden Anzahl älterer Menschen nicht weiter zunimmt?
+60%
Medikationsfehler entstehen an Versorgungswechseln
Rund 60 % der Medikationsfehler entstehen bei Übergängen zwischen Versorgungsorten wie Spital, Hausarzt und Pflege.
Zukunftsfrage
Wenn bereits heute ein grosser Teil der Medikationsfehler an Versorgungswechseln entsteht – wie kann sichergestellt werden, dass Medikationsinformationen allen Beteiligten jederzeit konsistent vorliegen, auch bei steigender Anzahl von Behandlungsfällen?
+68 %
Medizinische Informationen werden nicht verstanden
68 % der Menschen verstehen Beipackzettel nicht vollständig und haben Schwierigkeiten, die Informationen korrekt anzuwenden.
Zukunftsfrage
Wenn bereits heute viele Menschen medizinische Informationen nicht vollständig verstehen – wie können diese so zur Verfügung gestellt werden, dass sie im richtigen Moment für die jeweilige Situation verständlich sind, auch bei steigender Anzahl Betroffener?